ebswien – Static Page Test https://static.ebswien.at/ Ein besonderes Service Wed, 30 Dec 2020 08:30:38 +0000 de-AT hourly 1 https://static.ebswien.at/wp-content/uploads/2022/07/cropped-ebsfavicon-32x32.png ebswien – Static Page Test https://static.ebswien.at/ 32 32 Wasenmeister im Weltkrieg https://static.ebswien.at/wasenmeister-im-weltkrieg/ https://static.ebswien.at/wasenmeister-im-weltkrieg/#respond Wed, 15 Apr 2020 08:37:35 +0000 https://devweb.ebswien.at/?p=939

Wasenmeister im Weltkrieg

Dabei florierte das Unternehmen am Vorabend des großen Waffengangs und auch in den ersten Kriegsjahren durchaus. Soeben erst war die neue Avisostation am Schoberplatz 4  im X. Bezirk in Betrieb gegangen, wo Fuhrwerke bereitstanden, um verendete Tiere so rasch wie möglich aus dem Stadtbild zu entfernen. Am Schoberplatz konnten die Wienerinnen und Wiener auch die von den Mitarbeitern des Wasenmeisters eingefangenen „herrenlose“ Hunde gegen eine Gebühr wieder auslösen. Gut ausgelastet war die  zur Wasenmeisterei gehörige thermo-chemische Fabrik in Kaiserebersdorf, im Jahr 1913 wurden hier nicht weniger als 26.189 Kadaver, darunter 9.791 (!) Hunde, zu Tierfett und -mehl verwertet.

Gemeinsam mit dem Wiener Wasenmeister Ferdinand Wambacher kümmerten sich insgesamt 33 Mitarbeiter um die städtische Hygiene. Wambacher hatte die Wasenmeisterei von der Stadt Wien, die die Eigentümerin der thermochemischen Fabrik war, seit 1905 gepachtet. Er erfüllte seine Aufgaben zur vollsten Zufriedenheit von Gemeinderat und Magistrat, was sich in der mehrmaligen Verlängerung seines Vertrages niederschlug, so etwa 1913 für weitere drei Jahre.

Wucherei oder Geschäftssinn?

In den ersten Kriegsjahren stieg die Menge des zu verarbeitenden Materials zunächst deutlich an, insbesondere bei Pferden. Steigende Kosten, vornehmlich für das Personal, waren die Folge. Doch auch die Einnahmen stiegen, was mitunter zu heftiger Kritik führte. Gemeinderat Emmerich Klotzberg warf etwa dem Wasenmeister im Mai 1916  „Wucher“ vor, weil er ein Kilogramm Schweinekadaver um 24 Heller einkaufe, die gleiche Menge „technisches Fett“ aber um „5, 6, ja mehr als 8 Kronen“ zu verkaufen pflege.

Ob der Vorwurf der Wucherei zu Recht bestand, nun ja, jedenfalls wusste Ferdinand Wambacher zu wirtschaften: Im Jahr 1917 betrug der Gewinn der Wasenmeisterei bei einer Jahrespacht von 18.600 Kronen nicht weniger als 432.074 Kronen. Der Stadt Wien konnte das aber durchaus recht sein, denn seit dem Neuabschluss des Vertrages mit Wambacher Ende des Jahres 1916 war sie mit 20 Prozent am Gewinn beteiligt. Wambacher erhielt für das Abtreten eines Fünftel des Gewinns das Recht, mit einer von ihm beherrschten Kapitalgesellschaft in den neuen Vertrag mit der Gemeinde Wien einzusteigen. Und setzte es gleich in die Tat um: Das Stammkapital der im Dezember 1916 gegründeten „Gesellschaft zum Betriebe der städtischen Wasenmeisterei und thermochemischen Fabrik in Wien, Gesellschaft m.b.H.“ betrug 200.000 Kronen, Wambacher zahlte es in bar ein.

Magistrat: „Trostlose Zustände“

So lukrativ das Unternehmen lief, seine Aufgaben konnte es mit Fortdauer des Krieges immer weniger erfüllen. Trotz zahlreicher Versuche, das Personal der Wasenmeisterei vom Militärdienst zu befreien, gelang dies zumeist nicht. „Trostlose Zustände“ und „unhaltbare Verhältnisse“ konstatierte der Wiener Magistrat in der Wasenmeisterei, wo nur noch drei Gehilfen zur Verfügung standen. Schlicht und einfach zu wenige Leute, um zur Sicherung der städtischen Hygiene Tierkadaver abzuholen oder die zur Tollwut-Eindämmung unbedingt notwendigen Hundestreifungen vorzunehmen. Ultimativ forderte die Veterinäramtsdirektion im Juli 1917 daher die Enthebung vom Militärdienst für zumindest neun ehemalige Mitarbeiter. Ansonsten müssten die Verhältnisse „in absehbarer Zeit zu einer Sperre des ganzen Betriebs führen.“

Eine Drohung, die gewirkt hat: Im April 1918 wird der Wasenmeister beauftragt, aufgrund des „ergänzten Personalstandes“ sofortige „Hundestreifungen in möglichst großem Umfang“ vorzunehmen. Der Kampf gegen die Tollwut sollte weiterhin eine seiner wichtigsten Aufgaben bleiben – auch nach Ende des Ersten Weltkriegs in der jungen Republik.

Schwarz-Weiß-Aufnahme der thermochemischen Fabrik der Stadt Wien in Kaiserebersdorf. © Wiener Stadt- und Landesarchiv
Die thermo-chemische Fabrik in Kaiserebersdorf, in Betrieb seit 1882. © Wiener Stadt- und Landesarchiv
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Fleischeslust https://static.ebswien.at/fleischeslust/ https://static.ebswien.at/fleischeslust/#respond Wed, 15 Apr 2020 08:26:30 +0000 https://devweb.ebswien.at/?p=921 ebswien tierservice. Julia Forst war zu Besuch bei zufriedenen Kunden.]]>

Fleischeslust

Ein Ausflug definitiv nichts für Vegetarier! Oder Rohkost-Fans wie unseren Fotografen Christian Houdek. Aber er hat tapfer durchgehalten, die Vielfalt der fleischverarbeitenden Betriebe in Wien war auch für ihn eine echte Überraschung. Die Mitarbeiter der ebswien hingegen sind das gewohnt, sind sie doch täglich in ganz Wien unterwegs:  Als veterinärbehördlich zugelassener Betrieb übernimmt die ebswien kläranlage & tierservice die fachgerechte Abholung aller Fleisch- und Knochenreste oder von Lebensmitteln, die nicht mehr für den menschlichen Verzehr geeignet sind. Natürlich unter Einhaltung der relevante gesetzlichen Vorschriften. Ein wichtiger Beitrag zur Seuchenprävention und damit zur Gesundheit von Tier und Mensch. Julia Forst hat sich im Jänner 2016 an die Fersen der ebswien-Mitarbeiter geheftet – und sich hemmungslos der Fleischeslust hingegeben.

II. – Koschere Spezialitäten in der Leopoldstadt
9 Uhr früh – die Vorbereitungen für das Mittagsgeschäft laufen im Geschäft von Bernat Ainhorn schon auf Hochtouren. Die Angestellten der koscheren Fleischerei befüllen gerade die Frischetheke, zerkleinern und portieren Fleisch, schlagen Eier für die Schnitzelpanier auf und stecken Fleischscheiben für „Schawarma“, eine orientalische Spezialität ähnlich dem Döner Kebap, auf einen senkrecht stehenden Drehspieß. Als wir gerade Aufnahmen des Geschäftslokals an der Großen Stadtgutgasse in der Leopoldstadt machen, fährt ein LKW der ebswien vor. Einmal in der Woche werden hier die tierischen Reste, die bei der koscheren Fleisch- und Wurstproduktion anfallen, abgeholt.

XVII. – Sportklub-Spiele mit Wurst-Begleitung
Weiter geht’s nach Hernals, in die Mariengasse zur bereits vor 67 Jahren eröffneten Fleischerei Metzker. Mittlerweile ist sie der letzte Betrieb mit eigener Erzeugung im 17. „Hieb“. In dritter Generation werden hier Wurst-und Selchwaren selbst hergestellt. Als wir am Vormittag das urig-gemütliche Geschäftslokal betreten, erwartet man uns schon. Die Freude und Leidenschaft an der Wurstproduktion ist beim Chef, Fleischermeister Christian Metzker, deutlich spürbar. Zahlreichen Auszeichnungen hat er für seine Produkte schon erhalten. Die mehrfach prämierte Käsekrainer ist Verkaufsschlager in der sommerlichen Grillsaison und ein echtes Highlight bei den Spielen des Wiener Sportklubs (die Fleischerei Metzker ist offizieller Sponsor). Damit auch die bei der Produktion anfallenden etwa 100 kg Fleischreste fachgerecht entsorgt werden, verlässt man sich hier ein- bis zweimal pro Woche auf das Service der ebswien.

XXIII. – Wiens einziger Schlachter
Pünktlich zur Mittagszeit statten wir dem Betrieb von Leopold Hödl einen Besuch ab. Im Geschäft an der Liesinger Loosgasse geht es hoch her. Wir müssen ein paar Minuten warten, ehe uns der Hausherr herzlich empfängt. 1990 übernahm Hödl den bereits im Jahr 1957 gegründeten Betrieb in zweiter Generation – später soll sein Sohn Christoph, auch schon Fleischhauer mit Meisterbrief, den Betrieb übernehmen. Die Hödls schlachten dreimal pro Woche. Als letzter Fleischhauerbetrieb in ganz Wien machen sie das noch selbst. Das elf Köpfe starke Team produziert dann allerlei Spezialitäten – zuerst die „Blunz’n“, die  zu den beliebtesten Produkten zählt und eben erst wieder bei einer Blindverkostung den Sieg davontrug. Leopold Hödl zählt auf den tierischen Service der ebswien. Insgesamt 550 kg Fleischreste werden vom Team der ebswien kläranlage & tierservice zweimal wöchentlich abgeholt.

X. – Döner und „Keilernossi“ in Favoriten
Weiter geht‘s nach Favoriten. In der Quellenstraße erwarten uns Enes Dagdemir und sein Team. Die Fleischerei mit Halal-Waren eröffnete 2002. Zu den Verkaufsschlagern zählen hier das Lammfleisch, aber auch die zwei selbst produzierten türkischen Wurstspezialitäten. Zusätzlich gibt es auch getrocknetes Fleisch und einen Döner-Verkauf, der das Geschäftslokal in Wien Favoriten köstlich riechen lässt. Einmal pro Woche holen die Mitarbeitern des ebswien von hier Fleisch- und Knochenreste ab.

Letze Station unserer Tour ist die Fleischerei Eder in der Herzgasse. Schon seit 1894 gibt es den in mittlerweile vierter Generation geführten Familienbetrieb, der 55 verschiedene Wurst- und Fleischwaren im Angebot hat. Zu den selbst hergestellten Spezialitäten zählt die „Keilernossi“, die Wurst aus Wildschweinfleisch gab‘s sogar als „Schmankerl“ beim Jägerball in der Wiener Hofburg.  Chef Günter Weninger lässt sich immer wieder etwas Neues einfallen, sein jüngster Coup – die südafrikanische Burenwurst, natürlich aus österreichischem Fleisch.  „Die netten Burschen des Tierservice kommen zweimal wöchentlich und holen insgesamt 200 kg Fleischreste ab“, erzählt Günter Weninger, der „den tollen Service nur jedem empfehlen kann“.

Csörn Károly (Fleischerei Ainhorn). © Christian Houdek
Grigorian Zori (Fleischerei Ainhorn). © Christian Houdek
Bernhard Pethoe (Fleischerei Metzker). © Christian Houdek
Christian Metzker (Fleischerei Metzker). © Christian Houdek
Leopold Hödl (Fleischerei Hödl). © Christian Houdek
Enes Dagdemir (Dagdemir KEG). © Christian Houdek
Günter Weninger (Fleischerei Eder). © Christian Houdek
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Der Kaiser als Gegner https://static.ebswien.at/der-kaiser-als-gegner/ https://static.ebswien.at/der-kaiser-als-gegner/#respond Wed, 15 Apr 2020 07:42:30 +0000 https://devweb.ebswien.at/?p=899 ebswien tierservice. ]]>

Der Kaiser als Gegner

Der Wiener Gemeinderat wollte Fakten schaffen: Am 17. Dezember 1861 beschlossen seine Mitglieder die Demolierung des „Freymannshauses“ am Neuen Thor (heute etwa I., Neutorgasse 6), das mehr als 75 Jahre lang von der Stadt den Scharfrichtern und Wasenmeistern als Wohnort zugewiesen worden war. Johann Georg Hoffmann bestand auf einem adäquaten Ersatz. Er benötige ausreichend Platz für sein Personal, seine Pferde und Fuhrwerke, um die toten Tiere aus der Stadt zu schaffen und den Hundefang ordnungsgemäß durchführen zu können. Und schließlich stünde ihm eine Wohnung in der inneren Stadt oder in ihrer nächsten Nähe zu, argumentierte der Wasenmeister. Die Stadt wollte davon nichts wissen, auf die letztere „Anforderung wäre wohl nicht einzugehen“, schreibt Magistratsrat Friedrich Rixner. Sehr wohl aber müssten Hoffmann für seine Tätigkeit die geeigneten Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden. Ursprünglich wollte der Gemeinderat die eingefangenen Hunde gleich nach Kledering schaffen lassen, wo auf dem Gelände des heutigen Zentralfriedhofs die städtische Abdeckerei angesiedelt war. Im Sinne der Kundenfreundlichkeit – Hundebesitzer sollten ihre vom Wasenmeister eingefangenen Vierbeiner zentrumsnah wieder auslösen können – schrieb die niederösterreichische Statthalterei der Stadt vor, dafür bis Mai 1862 ein „geeignetes Lokal innerhalb der Linien“ zu finden. Das würde ja „keinen großen Schwierigkeiten unterliegen“, handle es sich ja bloß um einen „Unterstandsort für gefangene Hunde“. Doch ganz so einfach war die Herbergssuche nicht: Die Gemeinde Brigittenau wehrte sich gegen eine Ansiedlung, „die Scheu der Umgebung vor dem Wasenmeistergeschäft“ und – wohl noch mehr – „die Besorgnis vor der Entwerthung der angränzenden Realitäten“ spielten dabei eine Rolle. Das weit gediehene Projekt der Übersiedlung des Wasenmeisters in die Salzgrieskaserne stoppte Bürgermeister Andreas Zelinka persönlich. Ihm war avisiert worden, dass die Kaserne „zur Erbauung einer neuen in großartigen Style projectirten Börse“ verkauft werden sollte. Schließlich blieb der Stadt Wien nichts anderes über als tief in die Tasche zu greifen: Der Landkutscherswitwe Theresia Furchheimer kaufte sie Haus und Grund in der Landstraße (Konskriptionsnummer 737, neu benannt Arsenalweg 1) ab, 4.000 Gulden kostete das Haus, den Preis für den weitläufigen Grund konnte die Gemeinde von 7 auf 5 Gulden pro Quadratklafter (rund 3,6 Quadratmeter) drücken. Bei einer Grundgröße von „beiläufig 4.000 Quadratklaftern“ keine unbedeutende Ersparnis. Und der Wasenmeister Hoffmann? Er war mit all seinen Eingaben und Rekursen abgeblitzt, bis zuletzt verzögerte er die Demolierung seines Wohnhauses, die erst im Dezember 1863 erfolgen konnte. Schlussendlich musste Hoffmann sich in sein Schicksal fügen. Seine Zeit im neuen Haus am Arsenalweg war kurz bemessen: Nach einer „Verkühlung“, die er sich bei einer Exekution in Klosterneuburg zugezogen haben soll, verstarb der streitbare Wasenmeister am 10. Mai 1865 an einem Lungenödem. Er wurde 56 Jahre alt.

Das Neutor um 1860. © Wien Museum
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Emil Hütter malte das Freymannshaus im Jahr 1860. Kleiner Scherz am Rande: Aus der Wohnung des Wasenmeisters lässt er ein Pferd blicken. © Wiener Stadt- und Landesarchiv
Grundriss_Wasenmeisterhaus
Grundriss des Freymannshauses beim Neutor. © Wiener Stadt- und Landesarchiv
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Der Aquarellist Adolf Albin Blamauer hielt das Wasenmeisterhaus am Arsenalweg für die Nachwelt fest. © Bezirksmuseum Landstraße
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Chronik https://static.ebswien.at/chronik/ https://static.ebswien.at/chronik/#respond Tue, 14 Apr 2020 11:08:08 +0000 https://devweb.ebswien.at/?p=858 ebswien tierservice in Kaiserebersdorf.]]>

Chronik

1878

Gründung als erste Anstalt zur seuchensicheren Verwertung von tierischen Abfällen der k.u.k.-Monarchie Österreich-Ungarn

1882

Fertigstellung der Thermochemischen Fabrik zur Fettstoffgewinnung und Erzeugung von Leim aus Abfällen von Schlachthäusern und gefallenen Tieren

1916

Gründung der „Gesellschaft zum Betrieb der städtischen Wasenmeisterei und Thermochemischen Fabrik in Wien”

1959

Jahresmenge zur Verarbeitung: 4.000 Tonnen

1980

Beginn der Kooperation mit dem Verarbeitungsbetrieb in Tulln (Kapazität: 30.000 Jahrestonnen)

1982

Schließung der Verarbeitungsstelle und Umstrukturierung des Betriebes auf Sammelstelle für das Land Wien

1990

Schließung der Verarbeitungsstelle und Umstrukturierung des Betriebes auf Sammelstelle für das Land Wien

1999

Eigentümerwechsel von der Wiener Holding GmbH zur Entsorgungsbetriebe Simmering Ges.m.b.H.

2001

Zertifizierung gemäß EMAS-Verordnung Reg.Nr.: A-000408

2003

125-jähriges Standort-Jubiläum

2004

Einführung eines Integrierten Managementsystems (IMS)

2010

Umbenennung auf ebswien tierkörperbeseitigung Ges.m.b.H. Nfg KG

2013

Umbennung auf ebswien tierservice Ges.m.b.H. Nfg KG

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Rechtliche Grundlagen https://static.ebswien.at/rechtliche-grundlagen/ https://static.ebswien.at/rechtliche-grundlagen/#respond Tue, 14 Apr 2020 10:58:44 +0000 https://devweb.ebswien.at/?p=845

Rechtliche Grundlagen

Die Entsorgung von tierischen Nebenprodukten und toten Tieren wurde europaweit durch die EU-Verordnung 1774/2002 bzw. das Tiermaterialiengesetz (TMG) geregelt.

Am 4. März 2011 wurde diese Verordnung aufgehoben und durch die Verordnung (EG) 1069/2009 mit Hygienevorschriften für nicht für den menschlichen Verzehr bestimmte tierische Nebenprodukte und die dazugehörende Durchführungsverordnung VO (EU) Nr. 142/2011 (siehe hierzu Änderungen und Berichtigungen in der Verordnung (EU) Nr. 294/2013) ersetzt.

In der Verordnung (EG) 1069/2009 werden alle tierischen Nebenprodukte, die nicht für den menschlichen Verzehr bestimmt sind, in drei Risikokategorien (Kategorie 1, 2 oder 3) eingeteilt. Vorschriften zur Verhütung, Kontrolle und Tilgung bestimmter transmissibler spongiformer Enzephalopathien (z. B. Verfütterungsverbot an Nutztiere) befinden sich in der (EG) Verordnung Nr. 999/2001 (siehe hierzu Änderung der SRM-Definition in der Verordnung (EU) 2015/1162). Jeder Erzeuger von tierischen Nebenprodukten (Schlachthof, Fleischerei usw.) ist gemäß Tiermaterialiengesetz verpflichtet, diese unverzüglich an einen zugelassenen Betrieb abzuliefern und eine rechtsgültige schriftliche Vereinbarung über die Entsorgung von tierischen Nebenprodukten abzuschließen.

Die ebswien tierservice Ges.m.b.H. Nfg KG ist gemäß den Rechtsvorschriften der EU-Verordnung 1069/2009 bzw. TMG als Zwischenbehandlungs- und Lagerbetrieb zugelassen (Veterinärzulassungsnummer:  AT ZW92511EG). Die Entsorgung des in Wien gesammelten Materials übernimmt die Burgenländische Tierkörperverwertungsgesellschaft m.b.H. (BTKV).

Die BTKV ist gemäß den Rechtsvorschriften der EU-Verordnung 1069/2009 bzw. TMG ein zugelassener Betrieb und kann daher die vorschriftsmäßige Entsorgung der gesamten tierischen Nebenprodukte (Kat. 1, 2 und 3) anbieten. Der Betrieb ist nach EN ISO 9001, HACCP und ISCC zertifiziert, wodurch die ordnungsgemäße und bestmöglich umweltverträgliche Verarbeitung sichergestellt ist. Die Einhaltung der Gesetze wird laufend durch die Veterinärbehörde und fallweise durch EU-Kontrollkommissionen geprüft.

Übersicht über Gesetze und Verordnungen

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